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Der Vitamix TNC 5200 im Härtetest: Was kann das 2-PS-Monster wirklich?

 

2 PS, bis zu 1200 Watt Leistung und über 600 Umdrehungen pro Sekunde im Turbo-Modus. Was nicht ganz ins Bild passt: Das beschriebene Objekt rollt nicht über Straßen, sondern steht in der Küche und wiegt gute fünf Kilogramm. Die Rede ist vom Vitamix, einem echten Schwergewicht im Segment der Hochleistungs-Standmixer. Meine erste Begegnung mit ihm ließ mich beeindruckt zurück. Bei einem Smoothie Workshop verwandelte er vor meinen Augen hartes Gemüse binnen Sekunden in ein homogenes Muß. Als sich dann kürzlich die Möglichkeit bot, das Ungestüm selbst einmal einem Härtetest zu unterziehen, musste ich zugreifen. Nach 6 Wochen intensiver Tests, bin ich nun bereit, das Urteil zu fällen. Von David Seitz

Optik:

Im Vergleich zu meinem Vorgängermodell, einem deutlich schwächeren Standmixer Marke Aldi, der weniger durch Power, sondern mehr durch futuristische Chrom-Optik glänzte, kommt der Vitamix reichlich bieder daher. Sein 5-Kilo-Sockel, der Quell aller Mixkraft, lässt sich in schwarz, rot oder weiß ordern und ist äußerst schlicht gehalten. Die Verarbeitung wirkt hochwertig, das gilt sowohl für den Sockel, als auch für Behälter und Deckel des Profi-Standmixers.

Zubehör:

Neben allerlei Rezept- Bedien- und Handbüchern kommt der Vitamix standardmäßig mit einem Mix-Behälter und einem Stopfer, mit dem man den Inhalt in die Klingen drücken kann. Das klingt zunächst riskant, wird jedoch durch einen Arretier-Mechanismus gesichert. Mit halb geöffnetem Deckel wird der Stopfer durch seine Form wenige Zentimeter vor den Hochgeschwindigkeits-Klingen blockiert, sodass man keine Gefahr läuft, später Plastik-Späne im Smoothie zu entdecken. Vorraussetzung: Niemals ohne Deckel stopfen.

Test 1: Smoothies

Dem Vitamix Profimixer eilt der Ruf voraus, DAS Non-Plus-Ultra der Rohkost-Küchen-Utensilien zu sein, was vor allem seiner hohen Durchschlagskraft geschuldet ist. Gerade für die Zubereitung von Gemüse-Smoothies eignet er sich hervorragend, da er selbst härteste Gemüsesorten in Muß verwandelt, ohne dass sie zuvor gegart werden müssen. Auch die bekannteren Obst-Smoothies gelingen im Hochleistungs-Mixer außergewöhnlich gut, sprich: Die Mischungen bestechen durch eine selten erlebte Homogenität und Faserarmut.

Test 2: Suppen

Die 600 Klingen-Umdrehungen pro Sekunde im Turbo-Modus zwingen nicht nur harte Rohstoffe in die Knie, sie schlagen durch die hohe Geschwindigkeit zusätzlich große Mengen an Luft unter die Masse und lassen dadurch winzige Luftbläschen entstehen. Gerade bei der Zubereitung von Suppen kommt diese Oberflächenvergrößerung  besonders gut zur Geltung und sorgt in Form eines feinen Schaums für eine natürliche Verstärkung des Geschmacks. Im Vergleich zum Dauer-Konkurrenten Thermomix, kann man im Vitamix Standmixer jedoch keine ganzen Lebensmittel garen. Der Vitamix erzeugt die Hitze durch die atemberaubende Geschwindigkeit seiner Klingen und die dadurch erzeugte Friktion. So lassen sich ausschließlich Flüssigkeiten innerhalb weniger Minuten erhitzen. Es bietet sich daher an, Gemüse ohne Aromaverlust im Backofen zu garen und anschließend mit allen weiteren Zutaten im Vitamix zu mischen und zu Ende zu kochen, wie beispielsweise die Paprika-Suppe im Video.

Test 3: Pürrees

So gut sich der Vitamix bei flüssigen Mixturen schlägt, so schwer tut er sich bei Mischungen mit hoher Viskosität, was jedoch aufgrund physikalischer Gegebenheiten niemanden wundern sollte. Ein Pürree aus Kartoffeln oder Kichererbsen gelingt nur unter Zugabe von reichlich Flüssigkeit und permanentem Stopfer-Einsatz. Je trockener die Masse ist, desto höher der Widerstand für die Klingen und somit auch die Wahrscheinlichkeit, dass der Vitamix nach relativ kurzer Zeit überhitzt und automatisch seinen Dienst verweigert. Genau wie Suppen verleiht der Vitamix ausreichend cremigen Pürrees und Aufstrichen eine extrem samtige, pastöse Konsistenz, die mich sehr begeisterte.

Test 4: Crushed Ice

Auch Crushed Ice kann der Vitamix herstellen, so steht es zumindest im beigelegten Rezepte-Handbuch. Auch hier zeigte sich im Test: Man sollte nur in Verbindung mit Flüssigkeit mixen. Wer dieses Hinweis befolgt, der kann sich auf ein beeindruckend rasantes Mix-Erlebnis einstellen. Etwa 1-2 Sekunden im Turbo-Modus bringen feines Crushed-Ice hervor, jede Sekunde länger verwandelt das Eis dann aber in Matsch. Daraus lassen sich tolle Eisskulpturen bauen, mehr aber auch nicht, perfektes Timing ist also gefragt. Tipp: Eingefrorenes Obst wird im Vitamix unter Zugabe von Zucker innerhalb weniger Sekunden zu einem hervorragenden Sorbet, dass allerdings umgehend verzehrt werden sollte.

Fazit:

Abgesehen von den erwähnten kleinen Schwächen, die man umgehen kann, sobald man sie kennt, stellt der Vitamix TNC 5200 eine echte Bereicherung für jeden Profi- und Hobbykoch dar. Seine Leistungsstärke schlägt sich in schier unfassbar cremigen Ergebnissen wieder, die er selbst bei harten Roh-Lebensmitteln erreicht. Diese Power fodert jedoch einen Preis, der das Budget des Gelegenheits-Kochers dann doch weit übersteigt. Rund 600 Euro kostet der Vitamix in der Basisausstattung.

Vielen Dank an Perfekte-Gesundheit.de für die Bereitstellung des Testgeräts

One Response to “Der Vitamix TNC 5200 im Härtetest: Was kann das 2-PS-Monster wirklich?”

  1. Peter Nehmbach sagt:

    Ich habe mir einen Vitamix gekauft wegen der 7 jährigen Garantie und der langen Zeit, die die Firma schon am Markt ist. Den Revoblend oder den Omniblend hatte ich auch auf der Liste, aber dann doch nicht gekauft, weil die immer gleich mit 10.000 U/Min beginnen. Wenn man nur mal was verrühren will, dann ist das zu schnell. Der Vitamix ist da stufenlos. Die beste deutschsprachige Infoseite über Vitamix Geräte ist meiner Meinung nach übrigens http://www.bester-mixer.de und der Inhaber total nett.

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